Famlie Böger

59602 Rüthen-Oestereiden

Auf dem Hof der Familie Böger in Rüthen Oestereiden vollzieht sich gerade ein Generationswechsel. Während Reinhold (61) und Ulla Böger sich langsam mit der Idee vom Rückzug aufs Altenteil anfreunden, übernimmt Sohn Rainer (26), unterstützt von Freundin Carolin (24), mehr und mehr Verantwortung. Mit computergesteuerter Technik und den neusten Erkenntnissen aus dem eben erst abgeschlossenen Agrar-Studium rüstet er den Familienbetrieb für die Zukunft auf. „Wir schaffen hier Platz für mehr Tiere“, stellt er beim Rundgang durch weitläufige, teilweise noch im Bau befindliche Stallungen fest. Obwohl die Bögners die größten Lieferanten der gesamten Erzeuger-Gemeinschaft sind, ist „grenzenloses Wachstum“ für den Jungbauern keinesfalls erstrebenswert. „Tiere sind keine Maschinen“, sagt er und „Lebewesen lassen sich nicht so einfach verplanen“. Vielmehr werde umgekehrt ein Schuh daraus: „Kühe haben schon immer unser Leben bestimmt und so soll es auch bleiben.“

Familie Dohle

59602 Rüthen-Kallenhardt

Ein arbeitsintensives Jahr liegt hinter der Familie Dohle in Rüthen-Kallenhardt. Umfangreiche Umbauarbeiten, zwei Umzüge und eine Betriebesübergabe waren, neben dem ganz normalen Milchviehbetrieb mit 65 Kühen und 65 Kälbern aus der Nachzucht, zu bewältigen. Inzwischen hat Vater Franz-Josef (67) den Hof auf Sohn Bertram (30) übertragen und ist, gemeinsam mit Ehefrau Marianne, ins naheliegende „Altenteiler-Haus“ gezogen. Von dort aus widmet sie sich der Gästebetreuung in vier familieneigenen Ferienhäusern, während er seinem Nachfolger auch weiterhin tatkräftig unter die Arme greift. Der junge staatlich geprüfte Agrar-Betriebswirt weiß das zu schätzen. Unter dem Familienwappen mit den drei Dohlen haben sich Vater und Sohn breit aufgestellt. Neben dem Milchviehbetrieb führen sie ein landwirtschaftliches Lohnunternehmen und bewirtschaften 100 Hektar Acker- sowie 80 Hektar Grünland - ganz ohne Gentechnik, versteht sich. Besonders wichtig ist den Landwirten der Wohlfühlfaktor in Stallungen und auf den weiten Weideflächen. Franz-Josef Dohle: „Wir haben vielleicht nicht die besten, aber ganz sicher die lustigsten Kühe.“

Familie Haselhorst

59558 Lippstadt-Bökenförde

Franz-Werner Haselhorst ist Bauer aus Leidenschaft. Er liebt seinen Beruf und macht sich um dessen Fortbestand wenig Sorgen. „Gute Lebensmittel werden immer benötigt“, gibt sich der 45-Jährige zuversichtlich. Gemeinsam mit Ehefrau Irmgard bewirtschaftet er bereits in der sechsten Generation einen Hof auf dem fruchtbaren Lehmboden der Soester Börde. Von der traditionellen Hofstelle seiner Eltern in Lippstadt-Bökenförde zog es den 45-Jährigen im Jahr 1997, nach abgeschlossener Ausbildung, hinaus aufs freie Feld. Heute gehören zu dem modernen Betrieb mit 20 Hektar Acker- und 50 Hektar Grünland 74 Kühe, 160 Kälber in der Nachzucht sowie die beiden Labrador-Hunde Bella und Benno. Zu seinen Tieren pflegt Franz-Werner Haselhorst ein liebevoll-pragmatisches Verhältnis: „Die machen was sie wollen.“ Tatsächlich stehen die Stalltüren auf Hof Haselhorst immer offen: „So können sich die Kühe nach Lust und Laune zwischen Wiese und Stall entscheiden.“  

Familie Heimes

57368 Lennestadt-Halberbracht

Wer Heinz Heimes auf seinem Anwesen im Herzen des Sauerlandes besucht, taucht in fast alpine Landschaften ein. Doch so idyllisch die schroffen Bergkuppen auch aus dem Bilderbuchgrün weiter Wiesenflächen hervorragen, auf 500 und mehr Höhenmetern Milchwirtschaft zu betreiben ist schon eine besondere Herausforderung. Heinz Heimes nimmt das gelassen. Gut, die Weiden seiner rund 45 Kühe sind nur auf holprigen Feldwegen über steile Hänge zu erreichen, aber wozu gibt es Geländewagen? Und ja, wenn er off road unterwegs ist, bekommt er kaum mit, was auf dem Hof passiert, aber wozu gibt es Mobiltelefone? Der 59-Jährige ist ein gefragter Mann. Sohn Manuel (33) und die beiden Schwestern Gabriele und Margret unterstützen ihn bei der Hofarbeit und die will organisiert sein. Außerdem sind neben 66 Hektar Grünfläche auch noch zehn Hektar Wald zu bewirtschaften. Heinz Heimes ist Mitbetreiber einer Bio-Gasanlage und im Winter hält er die Straßen seines Heimatortes Lennestadt-Halberbracht schnee- und eisfrei. Würde er eines schönen Tages erwachen und sein größter Wunsch wäre in Erfüllung gegangen, woran würde er das merken? Die Antwort erfolgt nach langem Nachdenken: „An anständigen, kostendeckenden Milchpreisen mit denen man wirtschaften und in die Zukunft blicken kann.“  

Familie Höniger

57368 Lennestadt-Altenvalbert

„Zum Landwirt muss man geboren sein“, so, wie Gerhard Höniger aus Lennestadt-Altenvalbert. Im Land der 1000 Berge betreibt der 53-Jährige auf 25 Hektar Grünfläche „gute, kleinbäuerliche Milchwirtschaft“ und ja, das Privatleben leidet unter den von 20 Kühen diktierten Arbeitszeiten. Unfaire Milchpreise, Wetterkapriolen und andere unvorhersehbare Ereignisse bringen den Familienvater oft an seine Grenzen. Dennoch ist er überzeugt von dem, was er tut. Dass er extensiv (wenig Tiere auf weiträumiger Fläche) und ganz ohne Kunstdünger wirtschaftet, erfüllt ihn mit berechtigtem Stolz, leben kann er davon nicht. Zum Glück nennt er 20 Hektar Fichten-Hochwald sowie etwa fünf Hektar Weihnachtsbaumkulturen mit Nordmanntannen sein eigen. Letztere sorgen in der Vorweihnachtszeit für ein ordentliches Einkommen. Dass das alles mit viel Arbeit verbunden ist, weiß Ehefrau Bettina nur zu gut. Im Hauptberuf als Rechtspflegerin beim Amtsgericht in Lennestadt tätig, kennt sie keinen Feierabend im klassischen Sinne: „Ich sehe die Arbeit auf dem Hof als gesunden Ausgleich zum Aktenwälzen.“

Familie Huneke

59609 Anröchte-Berge

Es ist schon eine riesige Armada von Rindviechern, die unter der Obhut von Franz Huneke wächst und gedeiht. Auf seinem Hof in Anröchte-Berge sind 65 Milchkühe, 65 Mutterkühe, 80 Mast- und Zuchtfersen sowie 50 Kälber zu Hause. Der 50-Jährige kennt sie alle beim Namen. „Es gehört jede Menge Herzblut dazu, so einen Betrieb erfolgreich bewirtschaften zu können“, weiß er aus langjähriger Erfahrung. Auch sein Sohn und Nachfolger Franz-Josef (23) stellt sich der Verpflichtung zum „Allzeit-Bereit-Sein“. Als Offizier im örtlichen Schützenverein steht er sogar während des jährlichen Hochfestes im wahrsten Sinne des Wortes „Gewehr bei Fuß“ für den Fall, dass daheim eine Kuh kalbt oder andere unvorhergesehene Ereignisse seine Anwesenheit dringend erfordern. Das gut aufeinander eingespielte Vater-Sohn-Team wird von Ehefrau und Mutter Annette vervollständigt. Sie managt nicht nur den Familienbetrieb, sie erledigt auch die immer aufwändiger werdende Büroarbeit. Allen ist wichtig, dass ihre Kühe im Naturschutzgebiet „Pöppelsche“ grasen: „So leisten wir unseren Beitrag zum Umweltschutz.“

Familie Ising

59602 Rüthen-Kellinghausen

Gerade einmal 85 Einwohner zählt die Ortschaft Rüthen-Kellinghausen. Hier betreibt die Familie von Walter Ising „seit Urzeiten“ Landwirtschaft. Mit seiner Ehefrau Martina, den Zwillingen Paul und Uta (18), Nesthäkchen Heinrich (11) sowie Labradormischling Elli lebt der 59-Jährige heute auf einer Hofstelle mit langer Tradition. In der Dorfmitte, nur einen Steinwurf von der St.-Magdalenen-Kapelle entfernt, errichteten seine Vorfahren im Jahr 1872 das erste Bauernhaus. Heute ist natürlich alles viel moderner. In den weitläufigen Stallungen tummeln sich 60 Kühe und 60 Kälber (weibliche Nachzucht). Die Schwarz- und Rotbunten verbringen jedoch die meiste Zeit ihres Lebens auf den satten Wiesen des angrenzenden Haarstranges. Jährlich produziert der Familienbetrieb 600 000 Liter Milch. „Da ist noch Luft nach oben“, weiß Sohn Paul. Zur Freude seiner Eltern wird der seit Kurzem staatlich geprüfte Agrar-Betriebswirt einmal den Hof übernehmen und damit die Familientradition fortführen.

Familie Kahr

59602 Rüthen-Drewer

Macht Landwirtschaft glücklich? So wie Johnna Kahr (23) sie betreibt, könnte man es fast vermuten. Die frisch gebackene Agrar-Betriebswirtin bewirtschaftet neben Vater Ludger und Mutter Anne den Kahr-Familienbetrieb mit Sitz in Rüthen-Drewer. Zum beeindruckenden Anwesen gehören 70 Kühe, zehn Nachzucht-Rinder, die Pferde Mona und Prinz, eine ausgelagerte Schweinezucht sowie der Appenzeller Sennenhund Oskar. 100 Hektar Acker- und zehn Hektar Grünland sind ebenfalls Bestandteil einer, den topografischen Gegebenheiten geschuldeten, „historischen Vielfältigkeit“. Als Bauer in der fünften Generation weiß Ludger Kahr seinen hervorragenden Ackerbaustandort am Haarstrang zu schätzen. Doch zurück zur tierlieben Tochter. Johanna Kahr hatte schon immer Freude an Kühen: „Weil sie einfach schön sind!“ „Total verliebt“ ist sie in ihr Braunvieh-Rind „Vaiana“. Es stand im letzten Jahr unter dem Weihnachtsbaum und weil auch die Dorfgemeinschaft an ihrem Glück teilhaben sollte, führte Johanna den braunen Vierbeiner beim Erntedankfest mit Blumengirlanden geschmückt über die Dorfstraße.

Familie Kaup

33142 Büren-Barkhausen

Ein Kuhstall zum Wohlfühlen! Wer glaubt, dass es so etwas nur in den Hochglanz-Broschüren der Landlust-Werbung gibt, der sollte die Familie Kaup auf Gut Edelborn in Büren-Barkhausen besuchen. In den 2016 für rund 100 Milchkühle neu gebauten Stallungen duftet es nach frischem Holz. Ein leichter Wind weht durch die halbgeöffneten mobilen Wände, während ein Spaltenroboter für Sauberkeit auf den Laufflächen sorgt. Durch zwei automatische Melksysteme können die Kühe, wenn Sie nicht auf der Weide grasen, 24 Stunden am Tag gemolken werden. Senior Mathias Kaup ist Anhänger der sanften Tiermedizin. Zu den Naturheilverfahren, die er bei seinen Kühen anwendet, zählt die Akupunktur ebenso wie Homöopathie und Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). Hinter dem ganzheitlichen Ansatz des 58-Jährigen stehen auch Ehefrau Maria und Sohn Julian (29). Der junge Agrarbetriebswirt sieht optimistisch in die Zukunft: „Wir sind gut aufgestellt und vor allem haben wir Freude an dem was wir tun.“

Familie Rodehutscord

59602 Rüthen-Heddinghausen

Gerhard Rodehutscord gehört zu den beneidenswerten Menschen, die zwischen Freizeit und Arbeitkaum unterscheiden. Auf dem Hof seiner Eltern in Langenstraße-Heddinghausen hat er von jeher die Kühe gemolken. Wirkliches Interesse an der Landwirtschaft entwickelte er während des Besuchs der zweijährigen Handelsschule. Wenn es die Zeit zuließ, gehörte zur täglichen Arbeit damals noch das Holen der Kühe von der Weide, gemolken wurde im Anbindestall. Nach der Übernahme des Hofes baute er einen Boxenlaufstall für 45 Kühe mit Melkstand. Das war eine enorme Arbeitserleichterung und damals schon „modern“.Doch auch der Melkstand war nach über 20 Jahren Einsatz reparaturanfällig geworden und er entschied sich 2012 für den Einbau eines Melkroboters. „Mit dem Maschinenkauf war ich immer zurückhaltend“ so der Landwirt, warum er sich trotzdem für den Kauf eines Melkroboters entschieden hat, kann er gar nicht so genau nachvollziehen. Jedenfalls hat er diesen Schritt bis heute nicht bereut und genießt mit seinen Kühen den Luxus der Automatisierung. Nun will Sohn Philipp den Hof weiterführen und der nächste Entwicklungsschritt steht an. Es könnten bis zu 140 Kühen werden, natürlich mit zwei Robotern. Und wozu nutzt der Senior die ungewohnte Freizeit: Er schaut sich die Kühe an, und dann ist die Welt wieder in Ordnung!

Familie Schumacher

33142 Büren

Sattes Grün soweit das Auge reicht: Eingebettet in die sanften Hügel des auslaufenden Sauerlandes betreibt Josef Schumacher seinen Hof mit 30 Hektar Grünfläche und 16 Hektar Ackerland bereits in der dritten Generation. „Wir sind ein echter Familienbetrieb“, verweist der 56-Jährige auf Ehefrau Brigitte und drei erwachsene Kinder, die zwar berufstätig sind, aber immer mit anpacken, wenn sie gebraucht werden. Auch die 41 Milchkühe samt Nachzucht (30) gehören zur Großfamilie. „Ich will, dass es ihnen gut geht“, begründet der überzeugte Landwirt die Mehrarbeit, die er für das Wohlergehen seiner Tiere an 365 Tagen im Jahr in Kauf nimmt. So ist es für ihn selbstverständlich, die Stallungen mit Stroh auszukleiden: „Das kann mir doch keiner erzählen, dass die Tiere sich auf Betonspaltböden wohlfühlen.“ Dabei grasen seine Kühe sobald und solange es die Witterung zulässt auf den angrenzenden Weideflächen. Dass sie unter dem Sternenhimmel schlafen, „picobello sauber“ sind und sich rundherum wohlfühlen wirkt sich, davon ist Josef Schumacher überzeugt, auch auf die Qualität der rund 340 000 Liter Milch aus, die sie jährlich produzieren.

Familie Teipel

59602 Rüthen-Kallenhardt

Wenn Spaziergänger oder Radfahrer am Bauernhof von Alfred Teipel vorbeikommen, bleiben sie häufig stehen. Zu schön ist der Blick auf das malerische Bergdorf Kallenhardt auf der einen und die friedlich grasenden Kühe auf der anderen Seite. Dass sich die 55 Rot- und Schwarzbunten hier von Anfang Mai bis Mitte Oktober frei bewegen dürfen, gehört zum Konzept des 54 jährigen Landwirts. Trotten seine Tiere trotz herrlichen Wetters in den Stall, steuern sie meistens die ständig rotierenden Kuhbürsten an, um sich genüsslich die Rücken schrubben zu lassen. Scherzhaft spricht Alfred Teipel in diesem Zusammenhang von „unserer Wellness-Abteilung“. Im gesamten Innenbereich sorgt ein Roboter für Sauberkeit und ein weiterer übernimmt das Melken. Seit der Betrieb mit seinen 44 Hektar Grünflächen und 28 Hektar Ackerland voll automatisiert ist, kann sich auch der technikbegeisterte Sohn Louis (17) vorstellen, einmal in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.

Impressum & Datenschutz