Die MEG

Die Milcherzeugergemeinschaft Sauerland stellt sich vor

Unsere MEG Sauerland wurde im Jahr 2000 von 43 engagierten Milchviehhaltern gegründet.
Seit dem 01. Mai 2001 liefern unsere Mitglieder aus dem Sauerland ihre knapp 10 Mio. kg Milch auf der Grundlage eines privatrechtlichen Vertrages zu einem fest vereinbarten Preis und mit festgelegten Qualitätsmerkmalen an die Privatmolkerei Wiegert in Velen.

Milcherzeugergemeinschaften sind auch in anderen Regionen der Bundesrepublik zu finden, traditionell vor allem im Süden Deutschlands: So werden in Bayern bereits über MEG-Logo-1140 % der gesamten Milcherzeugung über MEG’s vermarktet. Durch den Zusammenschluss von auch kleineren Milchviehbetrieben zu einer MEG werden große Milchmengen gebündelt, für deren Verarbeitung und Vermarktung dann erstaunlich viele Molkereien, auch aus der weiteren Umgebung, großes Interesse zeigen. Diese Erfahrung haben auch wir in der MEG Sauerland u gemacht und können nun folgende Vorteile für unsere Mitglieder verbuchen:

>> sicherer, überdurchschnittlicher Milchpreis

>> keine Einzahlung von genossenschaftlichen Anteilen

>> keine Haftung für das Molkereiunternehmen

>> keine Grundkostenpauschale oder ähnliche Abzüge

>> keine Staffelpreise

>> freies Agieren am Milchmarkt, keine Abhängigkeit von einzelnen Molkereien

Eine Besonderheit der MEG Sauerland ist, dass alle Mitglieder über die allgemein gültigen Qualitätsstandards hinaus mit dem Zertifikat Milcherzeugung „ohne Gentechnik“ produzieren.

 

Wie kam die MEG zur Milcherzeugung ohne Gentechnik?

Seit dem 18. April 2004, mit Inkrafttreten der neuen Gentechnik-Kennzeichnungs-Verordnung, waren plötzlich nahezu alle Zukauf-Kraftfuttermittel für Kühe mit dem Zusatz „hergestellt aus genetisch veränderten Bestandteilen“ auf dem Lieferschein versehen; das war vielen MEG-Bauern ein Dorn im Auge.

Etwa zeitgleich trat die Upländer Bauernmolkerei aus Willingen-Usseln an die MEG heran, da sie eine Gruppe von aufgeschlossenen, konventionellen Bauern suchte, die zur Erzeugung von Milch ohne Gentechnik bereit waren.

Nach fast einjähriger Diskussion und Abstimmung, unzähligen Gesprächen mit Futtermittelherstellern und umfangreichen fachlichen sowie juristischen Recherchen haben sich am 26.01.2005 alle MEG-Mitglieder vertraglich zur Erzeugung von Milch ohne Gentechnik verpflichtet.

 

Milcherzeugung ohne Gentechnik, das bedeutet…

  • die Milchkühe werden nur mit Futtermitteln gefüttert, die gemäß der Gentechnik-Kennzeichnungs-Verordnung keine gentechnisch veränderten Bestandteile enthalten und nicht damit hergestellt wurden.
  • der Milcherzeuger baut auf seinen Ländereien keinerlei gentechnisch veränderte Pflanzen an.
  • das bei den Tieren eingesetzte Mineralfutter sowie die Arzneimittel enthalten keine Gentechnik.
  • die Einhaltung der Richtlinien wird nach einem genau vorgegebenen Muster dokumentiert und von einer unabhängigen Stelle regelmäßig im Betrieb kontrolliert.
  • für den Mehraufwand bei Fütterung, Haltung und Dokumentation erhält der Milcherzeuger von der Molkerei einen Zuschlag auf das Milchgeld, dessen Höhe u.a. von der Entwicklung der Verbrauchernachfrage abhängt.

Mit der Milch ohne Gentechnik trägt die MEG gemeinsam mit dazu bei, den scheinbar unaufhaltsamen Einzug der Gentechnik in die Landwirtschaft zumindest zu bremsen. Durch die Nachfrage nach Futtermitteln ohne Gentechnik werden inländische Futtermittelhersteller diesbezüglich sensibilisiert, und auf internationaler Ebene werden Länder gestärkt, in denen Bauern ebenfalls bewusst auf gentechnisch veränderte Pflanzen verzichten wollen (z.B. in Österreich, Schweiz oder Polen sowie speziell beim Anbau von Sojabohnen in Teilen von Brasilien).